Historie

Gerabronn

Gerabronn, erstmals 1226 urkundlich erwähnt, war von 1811 bis 1938 württembergische Oberamtsstadt. In den Jahrhunderten davor stand es überwiegend unter brandenburgisch-ansbachischer Herrschaft, seit Ende des 15. Jahrhunderts befand sich hier auch das markgräfliche Kastenamt.

 

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte Gerabronn seine wirtschaftliche Blütezeit, begünstigt durch den zentralen Verwaltungssitz und maßgeblich beflügelt durch den jüdischen Bankier, Fabrikanten und Ehrenbürger der Stadt, Israel Landauer. Ab 1900 wurde Gerabronn durch eine Nebenbahn erschlossen und erhielt damit Anschluss an die weite Welt.

 

Die Zeit des 2. Weltkrieges setzte dieser Blüte ein Ende. Glücklicherweise blieb Gerabronn aber von schwerwiegenden Kriegsschäden verschont, sodass noch eine ganze Anzahl prächtiger Jugendstilbauten aus dieser Epoche erhalten sind. In der Nachkriegszeit fanden viele Vertriebene in Gerabronn eine neue Heimat und leiteten gemeinsam mit neuen Unternehmen eine weitere Wachstumsphase der Stadt ein.

 

Ihr heutiges Gesicht erhielt die Stadt Gerabronn während der Kommunalreform in den Jahren 1972 bis 1975. Damals wurden die früher selbstständigen Gemeinden Amlishagen, Dünsbach und Michelbach/Heide sowie die Ortschaften Ober- und Unterweiler eingemeindet.

 

Dem Gerabronner Stadtwappen liegt der von Silber und Schwarz gevierte Zollernschild der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach zugrunde. Es zeigt im ersten und dritten Feld je ein nach links aufsteigendes schwarzes Pferd.

 

In der unten angefügten Bildergallerie sind interessante alte Gerabronner Stadtansichten auf Postkarten vergangener Jahre dokumentiert, die der Stadt Gerabronn zum Großteil vom Kreisarchiv zur Verfügung gestellt wurden.