Baubeginn für schnelles Internet in Gerabronn

Startschuss in das digitale Zeitalter

 

  • Rund sieben Kilometer Glasfaser und elf neue Verteiler
  • Bandbreiten bis zu 100 MBit/s
  • Rund 1500 Haushalte können nach Fertigstellung schnellere Anschlüsse nutzen

Die Stadt Gerabronn mit den Ortsteilen Amlishagen und Michelbach werden derzeit mit einem Glasfaser Kabelnetz der Deutschen Telekom ausgestattet. In der ersten Februarwoche hat der Bautrupp der Firma Leonhard Weiss aus Satteldorf damit begonnen, die ersten großen Schritte Richtung digitales Zeitalter zu machen. Bei guten Witterungsbedingungen können die Tiefbauarbeiten in 6-8 Wochen abgeschlossen werden. Im Anschluss kommen Techniker der Telekom, welche das neue Netz in Betrieb nehmen. Wenn alles nach Plan verläuft, wird das „rasend“ schnelle Internet bis Ende September 2018 für Gerabronn und Teilorte zur Verfügung stehen.

 

„Der Ausbau ist Teil der Telekom-Breitbandoffensive“

Ruben Dittrich

 

Bürgermeister Christian Mauch, Bauamtsleiter Kay Sautter, BDS-Vorsitzender Albrecht Klett, Telekom Regio-Manager Infrastrukturvertrieb Alexander Ostertag, Telekom-Projektleiter Ausbau Technik Ruben Dittrich sowie Hasan Degirmenci, Rainer Neumaier und Sascha Kirschenlohr vom Bauunternehmen Leonhard-Weiss sind zur öffentlichen Baubegehung am Ahornweg in Gerabronn gekommen. Vor Ort erläutern die Fachleute den Arbeitsplan für die kommenden Monate. „Wir sind hoch erfreut über das Engagement der Telekom“ so sprach Bürgermeister Christian Mauch. „Es ist an der Zeit für mehr Breitband in der Fläche und wir sind froh darüber, dass wir mit der Telekom einen verlässlichen Partner an unserer Seite haben“, ergänze Albrecht Klett, Vorsitzender des örtlichen Bund der Selbständigen in Gerabronn.

Nach dem sogenannten Handtuchwurf (Anmeldung der Gehäuse bei der Bundesnetzagentur) im Oktober 2017 ging alles ganz schnell. Die Telekom übertrug der Firma Leonhard-Weiss aus Satteldorf die Arbeiten mit Planung, Tiefbau, Montage und Netzdokumentation. Insgesamt werden rund 7km Glasfaserkabel verlegt, 4km davon müssten neu gegraben werden, der Rest wird in bereits vorhandene Rohranlagen der Telekom eingezogen und elf neue sogenannte Multifunktionsgehäuse gestellt. Die Baumaßnahme wurde in enger Abstimmung mit der Kommune vorbereitet und abgestimmt. „Der Ausbau ist Teil der Telekom-Breitbandoffensive, die Kosten dafür trägt allein die Telekom“, stellte Ruben Dittrich zu Beginn seiner Ausführung dar und erläuterte die technischen Details. „Sieben Rohre mit einem Aussendurchmesser von zwölf Millimetern werden gebündelt verlegt. In eines dieser Rohre wird jeweils ein Glasfaserkabel mit 96 Fasern eingeblasen. „So können im ersten Schritt 100 Mbit/s Datenübertragung im Downstream erreicht werden“ führt Alexander Ostertag fort, „im nächsten Schritt, bis Ende 2018/Anfang 2019 können sogar Downstreamraten von bis zu 250 Mbit/s erreicht werden“, so Ostertag.

Auch für die fernere Zukunft ist gesorgt, denkbar ist ein kompletter Glasfaserausbau. „Wir haben die Option auf FTTH (Fiber to the Home) umzustellen“, prognostizierte Alexander Ostertag.

 

So kommt das schnelle Netz ins Haus

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt Vectoring zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dadurch werden höhere Bandbreiten erreicht. Ab Ende 2018/Anfang 2019 wird Super-Vectoring eingesetzt. Dann sind Geschwindigkeiten von bis zu 250 MBit/s möglich. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

 

Der Weg zum neuen Anschluss

Bereits heute können sich interessierte Kunden auf www.telekom.de/schneller für die neuen Anschlüsse registrieren und erhalten eine Nachricht, sobald die schnellen Anschlüsse gebucht werden können. Denn Bürgerinnen und Bürger, die das schnellere Internet nutzen wollen, müssen neue Verträge abschließen oder bereits bestehende anpassen.

 

Wer mehr über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife der Telekom erfahren will, kann sich im Telekom Shop, beim teilnehmenden Fachhandel, im Internet oder beim Kundenservice der Telekom informieren:

 

  • www.telekom.de/schneller
  • Neukunden: 0800 330 3000 (kostenfrei)
  • Telekom-Kunden: 0800 330 1000 (kostenfrei)
  • Kleine und Mittlere Unternehmen 0800 330 1300 (kostenfrei)

 

(v.r.): B. Selig, U. Kronmüller, (beide LW), BM C. Mauch, Telekom-Projektleiter Ausbau Technik R. Dittrich, BDS-Vorsitzender A. Klett, Bauamtsleiter K. Sautter, Telekom Regio-Manager Infrastrukturvertrieb A. Ostertag, R. Neumaier, H. Degirmenci (LW)

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