Führungswechsel bei der Feuerwehr Gerabronn

 

Die Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Gerabronn und zahlreiche Ehrengäste trafen sich in der Gerabronner Stadthalle um einen Rückblick auf das Jahr 2016 zu werfen. Der ehemalige Stadtbrandmeister Peter Hanselmann gab einen kurzen Überblick über Veranstaltungen und Lehrgänge die von 102 Mitgliedern der Gesamtwehr absolviert wurden.

Insgesamt 62 Einsätze waren im vergangenen Jahr zu absolvieren. Der Amlishagener Abteilungskommandant Heiko Guttknecht berichtete von fünf Einsätzen die seine Abteilung zu bewältigen hatte. Die Gerabronner Hauptabteilung unter Abteilungskommandant Matthias Trump musste mit seinen 44 Wehrmännern zu 52 Einsätze ausrücken. Sven Dittes, Kommandant der Abteilung Michelbach/Heide berichtete von neun Einsätzen zu denen die Abteilung gerufen wurde. Die Abteilung Dünsbach mit Kommandant Friedrich Reingruber hatte 2016  zwölf Einsätze zu verzeichnen.

 

Besonders der Abend des 29. Mai 2016 wird den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Gerabronn in Erinnerung bleiben. An diesem Abend wurde der gesamte Landkreis Schwäbisch Hall von einem Starkregengebiet überzogen. In einigen Teilorten im Stadtgebiet von Gerabronn verursachten Gerölllawinen und Sturzfluten einen hohen Sachschaden. An jenem Abend und den darauffolgenden Tagen leisteten die Kräfte der Feuerwehr Gerabronn rund 1000 Einsatzstunden.

 

Klaus-Dieter Schumm sprach in seiner letzten Rede als Bürgermeister darum von einer wirklichen Katastrophe die mit der "Jagstkatastrophe" in 2015 nicht zu vergleichen sei. Er bedankte sich bei allen Einsatzkräften für Ihre schnelle Hilfe in diesem Katastrophenfall und lobte die Solidarität die der Gemeinde Braunsbach, die schwer in Mitleidenschaft gezogen war, entgegengebracht wurde. Kreisbrandmeister Werner Vogel schloss sich seinen Vorrednern an und verglich die Fiktion die täglich durch Nachrichten und Filme auf die Menschen einprasselt mit der Wirklichkeit im Feuerwehralltag. Einsatzkräfte haben meist sekundenschnell weitreichende Entscheidungen zu treffen und nicht immer kommt es im Ernstfall zu einem guten Ende. Nur mit viel Erfahrung, fundiertem Wissen und technischen Fertigkeiten können Feuerwehrleute diese Aufgaben bewältigen. Da die Feuerwehr die günstigste Alternative ist um bei Notfällen zu helfen appellierte er an alle Arbeitgeber durch Verständnis und Akzeptanz die in ihrem Betrieb beschäftigten Feuerwehrleute in ihrem Ehrenamt zu unterstützen.

 

Im Rahmen der Veranstaltung beendete Peter Hanselmann auf persönlichem Wunsch hin seine Tätigkeit als Stadtbrandmeister der Feuerwehr Gerabronn. Hanselmanns Karriere begann 1974 mit dem Eintritt in die Jugendfeuerwehr Gerabronn. 1980 trat er in den aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Gerabronn. Er belegte in den darauffolgenden Jahren zahlreiche Ämter und absolvierte eine Vielzahl an Ausbildungen. Er war unter anderem als Ausbilder und Schiedsrichter auf Kreisebene tätig und belegte zeitweise die Ämter des Abteilungs- und Gesamtkommandanten. Für seinen weitreichenden Einsatz und Einfluss auf die Feuerwehr Gerabronn wurde er durch den Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Alfred Fetzer mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes Schwäbisch Hall und dem deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

 

Als Nachfolger für Peter Hanselmann wurde Abteilungskommandant Matthias Trump zum Stadtbrandmeister gewählt der künftig von seinen Stellvertretern Albert Schöller und Christian Schmidt unterstützt wird. Bürgermeister Klaus-Dieter Schum und Ordnungsamtsleiter Peter Ebenhöch wurden für ihre längjährigen Unterstützung mit der deutschen Feuerwehr-Ehrenmedaille der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Für seine langjährigen Dienste bei der Jugendfeuerwehr Gerabronn und auf Kreisebene bekam Max Dierolf die Ehrennadel der Kreisjugendfeuerwehr Schwäbisch Hall von Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Haas verliehen.

 

 

v.l. Stadtbrandmeister Albert Schöller, Stadtbrandmeister Matthias Trumpp, stellv. Stadtbrandmeister Christian Schmidt
v.l. Bürgermeister Klaus-Dieter Schumm, Ordnungsamtsleiter Peter Ebenhöch, ehem.Stadtbrandmeister Peter Hanselmann, Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Alfred Fetzer

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