Stadt Gerabronn bekommt einen Albrecht im Stil wie er eigentlich malen wollte

 

In der großen Runde des damaligen „Arbeitskreises Otto Albrecht“ nahm Bürgermeister Christian Mauch von Wolfram Zoller das Albrechtsche Bild „Brettach im Spätherbst“ für die Stadt Gerabronn entgegen. Nach der Übergabe des Bildes „Blaubach in Waldwiese“, an die Gemeinde Blaufelden im August diesen Jahre, hat Wolfram Zoller am vergangenen Montag das letzte seiner beiden Bilder von Otto Albrecht aus Privatbesitz in kommunale Hände weitergegeben.

„Ich möchte die Bilder Albrechts und damit verbunden auch das Gedenken an sein Schaffen weitergeben“, so Wolfram Zoller, „damit das Andenken lebendig bleibt und auch von der nächsten Generation in Ehren gehalten wird“. Otto Albrecht war, so schrieb Manfred Wankmüller im Jahre 1966 in einem Portrait, „Ein Maler, der starb, weil er die Freiheit liebte“. Er vertrat offen seine menschenfreundliche und pazifistische Geisteshaltung, denn er hatte die Schrecken des ersten Weltkrieges nicht vergessen. Dies wurde ihm in der Zeit des Dritten Reiches zum Verhängnis, so dass er nach seiner Verhaftung im KZ Sachsenhausen starb. Dies und weitere Erinnerungen und Gedanken an Otto Albrecht brachten in dieser Runde die verschieden Mitglieder des Arbeitskreises ein, die sich merklich freuten, nach dem Beginn ihrer Arbeit vor etwa 14 Jahren noch einmal in fast vollständiger Runde zusammengekommen zu sein.

 

Otto Albrecht hinterließ eine Vielzahl von Werken, die im Privatbesitz in ganz Deutschland verstreut zu finden sind. Bemerkenswert ist, dass Otto Albrecht das Bild „Brettach im Herbst“ in dem Stil gemalt hat, der ihm aus dem Herzen sprach und seine naturell entsprach. Wie viele Künstler musste auch Otto Albrecht zu seinen Lebzeiten von der Kunst leben und ging so bei vielen seiner Werke auf die entsprechenden Wünsche des Auftraggebers ein. Freudig bemerkte Zoller: „Mein Vater wusste scheinbar den natürlichen Stil Albrechts zu schätzen und hatte damals dieses Bild erworben.“ So finden sich, neben zahlreichen Werken aus dem Bereich der „klassischen“ Malerei im Sinne des romantischen Naturalismus, auch Werke im Stil des Expressionismus im Vermächtnis von Otto Albrecht. Gerabronn ist im übrigen eine Stadt in der einige große Künstler ihre Heimat hatten, bemerkten die Mitglieder des Arbeitskreises, neben Albrecht wirkten hier unter anderem Arnold Graboné, Werner Grund, Carl Alexander von Volborth, Gisela Hennig und Günther Kaphammel.

 

Wolfram Zoller übergibt Bürgermeister Christian Mauch in der Runde des damaligen Arbeitskreises Otto Albrecht das Bild „Brettach im Herbst“

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