Verfahren

Ausländische Schulabschlüsse (Zeugnisse) - Anerkennung beantragen

Haben Sie im Ausland eine Schule besucht und ein Abschlusszeugnis erhalten? Dann können Sie es in Baden-Württemberg als gleichwertig mit einem hiesigen Schulabschluss anerkennen lassen.

Die Anerkennung Ihres letzten Schulabschlusses ist beispielsweise notwendig, wenn Sie in Baden-Württemberg

  • bestimmte weiterführende Schulen besuchen möchten,
  • sich für bestimmte Ausbildungsberufe bewerben möchten.

Zur Anerkennung wird das ausländische Schulzeugnis einem vergleichbaren Abschluss in Baden-Württemberg zugeordnet.

Beispiele für Zeugnisse oder Abschlüsse, die zugeordnet beziehungsweise anerkannt werden:

  • Realschulabschluss oder ein dazu gleichwertiger Ausbildungsstand
  • Hauptschulabschluss oder ein dazu gleichwertiger Ausbildungsstand
  • Berufsabschluss einer reglementierten schulischen Ausbildung
  • Hochschulreife für berufliche Zwecke
  • Hochschulzugangsqualifikation für deutsche Bewerber und Bewerberinnen mit ausländischen Bildungsnachweisen


Voraussetzungen

Voraussetzungen sind:

  • Sie haben Ihren Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg oder
  • Sie haben sich in Baden-Württemberg beworben für
    • eine Aus- oder Weiterbildung oder
    • eine Beschäftigung oder
    • ein Studium mit ausländischen Bildungsnachweisen als deutscher Staatsangehöriger oder deutsche Staatsangehörige


Zuständige Stelle

die Zeugnisanerkennungsstelle des Regierungspräsidiums Stuttgart


Verfahrensablauf

Die Anerkennung Ihres Bildungsabschlusses müssen Sie mithilfe des Antragsformulars schriftlich oder persönlich beantragen. Beachten Sie dabei die besonderen Hinweise. Nennen Sie auch den Zweck, für den Sie die Bewertung benötigen.

Senden Sie das ausgefüllte Antragsformular mit allen erforderlichen Unterlagen mit der Post an die zuständige Stelle.

Über die Ergebnisse der Zeugnisprüfung und über eine mögliche Anerkennung der Gleichwertigkeit werden Sie schriftlich informiert.

Die Zeugnisanerkennungsstelle stellt Ihnen bei Anerkennung der Gleichwertigkeit eine Bescheinigung darüber aus.


Fristen

frühzeitig, beachten Sie mögliche Bewerbungsfristen


Erforderliche Unterlagen

  • Kopie des Passes bzw Personalausweises
  • für Staatsangehörige eines Nicht-EU-Mitgliedstaates: Aufenthaltstitel
  • ausländische Schulabschlusszeugnisse mit Fächer- und Notenübersicht
  • Studiennachweise (falls vorhanden)
  • wenn der Name im Zeugniseintrag und der Name im Ausweisdokument nicht übereinstimmen: Nachweis über Namensänderung, originalsprachlich und in amtlicher Übersetzung
  • wenn Sie eine Gebührenbefreiung wegen geringen Einkommens beantragen, benötigen Sie außerdem:
    • Einkommensnachweis (Familieneinkommen)
    • Nachweis über die Anzahl der Familienmitglieder

Ihre Zeugnisse und deren amtliche Übersetzungen müssen Sie als amtlich beglaubigte Kopien einreichen. Kopien sind amtlich beglaubigt, wenn ein Originalstempel darauf bescheinigt, dass die Kopie mit dem Original übereinstimmt. Andere originalsprachliche Dokumente müssen Sie originalsprachlich und in amtlicher Übersetzung als normale Kopie, nicht als amtlich beglaubigte Kopie, vorlegen.
Ausnahmen sind Unterlagen in englischer oder französischer Sprache, sie müssen in der Regel nicht übersetzt werden.

Hinweis: Amtliche Übersetzungen dürfen nur von vereidigten Übersetzern oder Übersetzerinnen vorgenommen werden.


Kosten

Feststellung der Gleichwertigkeit von Bildungsnachweisen, je Bildungsabschluss: EUR 100,00

Bei geringem Einkommen ist ein Antrag auf Gebührenbefreiung möglich.


Bearbeitungsdauer

Die Bearbeitungsdauer hängt von der Zahl der eingehenden Anträge ab und kann mehrere Wochen und Monate betragen. Können Sie nachweisen, dass Ihr Fall dringend ist, kann die zuständige Stelle eine schnellere Bearbeitung anstreben.

Hinweis: Mit einer Bearbeitungszeit von ca. drei Monaten rechnen müssen Sie im Regelfall bei der Prüfung zum Beruf

  • des Erziehers und der Erzieherin sowie
  • des Kinderpflegers und der Kinderpflegerin


Vertiefende Informationen


Sonstiges

 

 


Rechtsgrundlage


Freigabevermerk

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zuständigen Stellen. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat dessen ausführliche Fassung am 18.01.2017 freigegeben.


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